Ankommen in Leipzig – Eliza Murphy, September 2026
Trotz endloser Warteschlangen an der Passkontrolle, verpasster Züge und bürokratischer Verwirrung, bin ich am Donnerstag endlich in Leipzig angekommen! Nach einem Flug nach Berlin und zwei Züge nach Leipzig haben meine neuen Mitbewohnerinnen mich am Leipzig Hauptbahnhof abgeholt und mir den Weg zu meinem neuen Zuhause gezeigt. Obwohl ich viel zu viel Zeit beim WG-gesucht verbracht habe (mehr als 17 WG-Castings!), bin ich jetzt unendlich dankbar, dass ich eine echt schöne WG in perfekte Lage mit zwei ganz freundlichen und interessanten Studierenden gefunden habe. Die Beide studieren auch an Universität Leipzig, wo ich für mein Auslandssemester auch studieren werde, und wohnen seit fast vier Jahren hier in Leipzig. Ich fühle mich schon, dass ich ein bisschen von deutschen WG-Kultur erlebt habe – geteilte Geschirr, Besteck und Töpfe, Wände voller Plakate und Aufkleber und Abende, an denen man auf dem Balkon Tee trinkt und plaudert – und ich freue mich sehr darauf, weitere Tipps von Leipzig-Insidern zum Lernen und neue Lieblingsorte in der Stadt zum Entdecken.
An meinem zweiten Tag in Leipzig habe ich mich hier angemeldet (ein wichtiger Teil des Lebens in Deutschland!) und versucht, weitere bürokratische Aufgaben zu erledigen. Am Abend, haben meine Mitbewohnerinnen mich zu einer Aufführung eines lokalen Theaters eingeladen, in der es um die Erfahrungen queerer Menschen in der DDR ging. Obwohl ich Schwierigkeiten hatte, ein paar von den Szenen im Sächsischen (dem lokalen Dialekt) völlig zu verstehen, fand ich die Aufführung äußerst bewegend. Ich bin sehr dankbar, mich in der ehemaligen DDR zu befinden, insbesondere in einer Stadt, die historisch gesehen so rebellisch und progressiv ist wie Leipzig. Trotz der ernüchternden Wahlergebnisse der letzten Zeit in Sachsen-Anhalt (das nur eine 40-minütige Zugfahrt entfernt liegt) herrscht hier nach wie vor ein starkes Gefühl von Trotz und Hoffnung, wozu nicht zuletzt die unzähligen kreativen Gemeinschaftsveranstaltungen und Ausstellungen beitragen, die hier scheinbar an jeder Ecke zu finden sind. Heute Abend werden zum Beispiel meine Mitbewohnerin und ich eine Vorführung von Paweł Pawlikowskis neuem Spielfilm ‚Vaterland‘ ansehen, der die Reise von Thomas Mann und seinen Töchtern durch das Nachkriegsdeutschland schildert.
Morgen fängt mein Sprach- und Orientierungskurs am Studienkolleg Sachsen an, der von der Universität Leipzig allen Austauschstudierenden angeboten wird. Ich freue mich sehr darauf, sowie neue Menschen kennenzulernen, die ebenfalls ihr Austauschstudium absolvieren, als auch mein schriftliches und sprachliches Deutsch zu verbessern. Ich hoffe, dass dieser Kurs eine gute Vorbereitung auf mein Studium an der Universität wird, und ich freue mich auch schon darauf, mich in den nächsten Wochen für meine Module anzumelden und mich voll und ganz ins Leben hier einzufinden!
Despite endless passport control queues, missed trains, and bureaucratic confusion, I finally arrived in Leipzig on Thursday! After my flight to Berlin and two trains to Leipzig, my new flatmates picked me up at the main station and helped me take all my luggage to my new home. Although I spent far too much time looking for a flat on WG-Gesucht (a German flatmate-finding app), including 17 video calls with potential new flatmates, I’m so grateful that I was able to find a lovely flat in a perfect location with two super friendly and interesting students. They both also study at the University of Leipzig – where I will study during my exchange semester – and have been living in Leipzig for almost four years. I already feel that I’ve experienced a taste of German student flat culture – including shared cutlery, crockery and pans, walls covered in posters and stickers, and evenings chatting on the balcony with a cup of tea – and I’m really looking forward to learning more tips from Leipzig insiders and finding my new favourite spots in the city.
On my second day here, I registered my address (an important part of life in Germany) and tried to sort out various other bureaucratic tasks. That evening, my flatmates invited me to a local Theatre performance about the experiences of queer people in former East Germany. Although I struggled to understand a few of the scenes in Sächsich (the local dialect), I found the performance incredibly moving. I am really grateful to have the opportunity to spend time in former East Germany, and especially in such a historically rebellious and progressive city. Despite the sobering results of the recent election in Sachsen-Anhalt (which is only a 40-minute train journey away from Leipzig), there is still a strong sense of defiance and hope here. This is in no small part a result of the countless creative community events and exhibitions here, which seem to be found on every corner. For example, tonight my flatmate and I are planning to go to a screening of the new Paweł Pawlikowski film ‘Fatherland,’ which details Thomas Mann and his daughter’s journey around post-war Germany.
Tomorrow my language and orientation course at the Studienkolleg Sachsen starts, a preparatory course offered to all exchange students by the University of Leipzig. I am excited to meet new people, who are also doing an exchange semester here, and improve my written and spoken German. I am hoping that this course will be a good preparation for my studies at the university here and I am already looking forward to registering for my modules and getting stuck into life here in Leipzig!
